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EnerCalC - Energiebedarfsberechnungen sind bei großen Gebäuden eine komplexe Aufgabe. Das liegt an der notwendigen Abbildungstiefe der Nutzenergiebedarfe einzelner Nutzungsbereiche (Zonen) und der Energieversorgungstechnik. Die umfangreiche DIN V 18599 beinhaltet dazu den normativen Rahmen. Insbesondere für die universitäre Lehre und die frühe, konzeptionelle Phase sind die meisten kommerziell verfügbaren Werkzeuge für die Energiebedarfsermittlung meist zu aufwendig und zu wenig transparent. Genau hierfür wurde im Rahmen einer Dissertation ein vereinfachtes, zeiteffizientes und trotzdem hinreichend belastbares Verfahren unter dem Namen „EnerCalC“ entwickelt und publiziert (Dr. Markus Lichtmeß). EnerCalC wird bereits von über tausend Nutzern eingesetzt. Viele Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen sowie die Organisatoren von Architekturwettbewerben setzen das bewährte, Excel-basierte Werkzeug für die energetische Bewertung von Gebäuden und zu Forschungs- oder Ausbildungszwecken ein. Aufgrund der vorgenommenen Vereinfachungen dient EnerCalC nicht zur Erstellung öffentlich-rechtlicher Nachweise (Energieausweis). Vielmehr werden mit EnerCalC die energetischen Zusammenhänge verständlich und transparent dargestellt. Eine Besonderheit von EnerCalC ist die umfassende Berechnung von Null- und Plusenergiegebäuden.

Mit der Anfang 2017 vorgestellten Version 5 wurden zahlreiche Aktualisierungen und Verbes-serungen im Rechenkern sowie in der Darstellung der Ergebnisse vorgenommen. EnerCalC steht jetzt auch mit einer Menüführung in Englischer Sprache zur Verfügung. Die Sprache wird auf der Startseite ausgewählt. Eine Dokumentation, Tutorials und Beispieldateien von Projekten komplettieren das Angebot. Seit Anfang 2018 gibt es über die Updatefunktion die Version 6. Methodisch neu ist die detaillierte, zeitlich aufgelöste Berechnung des Eigenverbrauchs von am Gebäude erzeugtem Strom. Auch Windenergieanlagen können jetzt in die Berechnung einbezogen werden. Ebenfalls neu ist die grafische Darstellung der Energieflüsse als Sankey-Diagramm.

 

Die Entwicklungsarbeiten wurden innerhalb des Förderprogramms Energieoptimiertes Bauen (EnOB) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Weiterentwicklung erfolgte unter anderem durch ergänzende Förderung durch das Wirtschaftsministerium Luxemburg und Goblet Lavandier & Associés Ingeniérs-Conseils S.A., Luxemburg.


Das Werkzeug kann kostenfrei unter dem Internetportal der Energiewende Bauen angefordert werden. Link zur Webseite: EnerCalC

zuletzt bearbeitet am: 28.09.2018